Heizung

Luft kocht nicht, Luft friert nicht, Luft heizt nicht. Was für den Käfer gelten mag, muss noch lange nicht für alle anderen luftgekühlten Autos gelten, so auch nicht für den Fiat 500. Die gleiche Luft, die den Motor kühlt, heizt den Wageninnenraum, wenn dies gewünscht ist. Die Luft strömt durch die stark verrippten Zylinder und den Zylinderkopf, bevor sie in ein Heizungsgehäuse gelangt, das rechts am Motor angebracht ist. Je nach Betriebstemperatur wird nur ein Teil der Luft in den Wagen geleitet, da eine thermostatgesteuerte Klappe sich öffnet und die Luft direkt in den Motorraum abgeleitet wird, wenn der Motor warm ist. Anfangs war dieses Klappensystem durch ein zweites Thermostat sehr anfällig. Durch eine zweite Klappe wurde die Abluft wieder zum Kühlluftsammler über dem Motorraum geführt, sodass der Motor sich schneller erwärmen sollte, was aber eigentlich nur auf dem Papier funktionierte und schnell geändert wurde.

Nur bei sehr wenigen Autos greift der Fahrer hinter sich, um die Heizung einzuschalten. Die besondere Luftführung durch den Mitteltunnel ist auch hier wieder eine simple Lösung. Zum Einschalten der Heizung wird mit einem drehbaren Hebel einfach eine Klappe geöffnet, die die Verbindung vom Heizungsrohr zum Mitteltunnel und damit zum Innenraum herstellt. Allerdings hat diese Lösung auch ein paar Nachteile. Denn man muss schon etwas leidensfähig sein. Will man es warm haben, muss man auch eine (noch) größere Geräuschkulisse ertragen, da mit dem Öffnen der Heizungsklappe auch zusätzlich Motorgeräusche übertragen werden. Ferner hat man auch direkt eine geruchsmäßige Kontrolle des Motorzustandes. Übermäßige Ölundichtigkeit oder undichte Zylinderkopf- bzw. Auspuffdichtungen machen sich auch gleich durch den entsprechenden Geruch bemerkbar. Nichtsdestotrotz ist die Heizung des 500er aber durchaus in der Lage, auch im Winter für angemessene Temperaturen im Wagen zu sorgen, was ihn wiederum positiv von anderen Kleinwagen seiner Zeit unterscheidet.