Vignale Gamine

Das Auto aus dem Versandhauskatalog. Das ist wohl die Info, die zumindest hierzulande am ehesten mit „der“ Gamine assoziiert wird. Die Gamine ist ja eigentlich falsch, heißt es doch soviel wie „Göre“ oder „Straßenjunge“, wäre also eher ein Kerl, dieses kleine Micky-Maus-Auto.

Die Legenden ranken sich um die Stückzahl des etwa 1968/69 gebauten Sondermodells, das die Retrowelle des 21. Jahrhunderts über 30 Jahre vorwegnahm und einen Oldtimer der 30er Jahre imitieren wollte. Die teilweise kolportierten 50 Stück sind sicherlich zu wenig. Mit ein paar hundert liegt man wohl richtig. Die Technik ist komplett mit dem „F“ identisch, wenn man mal von der mit einer Hardy-Scheibe nach unten gekröpften Lenkwelle absieht. Um das Reserverad unter der vorderen Haube unterbringen zu können, ist der Tank vorn eingebeult. Das sieht aus, als ob jemand mit dem großen Gummihammer zugeschlagen hätte. Das Verdeck wurde mit dem „Handtuchhalter“ hinter den Sitzen aufgespannt. Es gab sogar Steckscheiben für die Türen, die geknöpft oder mit Reißverschlüssen am Verdeck befestigt wurden. Optional gab es ab Werk als Zubehör ein Zweispeichen-Lederlenkrad.