Der 500 R ist vom F heutzutage oft nur schwierig zu unterscheiden, da viele Merkmale mit früheren Modellen ausgetauscht und lustig untereinander gemischt werden. Fs mit R-Teilen, Rs mit F-Teilen landauf, landab. Außerdem beginnt auch die Fahrgestellnummer des R mit „110 F“ gefolgt von der fortlaufenden Nummer.
Äußerlich unterscheidet sich der R vom F zunächst durch die Felgen, die bis auf die Breite (3,5“) denen der ersten 126er-Serie entsprechen. An der Front ist das alte Fiat-Zeichen mit den Flügeln dem rautenförmige Emblem gewichen. Schwellerzierleisten gibt es nicht mehr. Im Innenraum sind die Türöffner nun die gleichen Haken wie im L, also ziemlich tief angebracht, nur aus schwarzem Kunststoff. Die F-Türöffner waren noch knapp unter den Dreiecksfenstern angebracht. Die Knebel der Dreiecksfenster sind bei den späten Modellen auf das Glas geklebt. Wann diese Änderung genau kam, steht nicht fest. Es gibt aufchFs mit dieser Ausführung. Der Tacho und das Lenkrad sind nun schwarz. Die Sitze des R bestehen aus einem wenig strapazierfähigem Kunstfaserstoff, der nicht nur gern durchscheuert, sondern auch unter Sonneneinstrahlung unter Auflösungserscheinungen leidet. Immerhin hatten sie nun eine Verriegelung der Klappfunktion und verstellbare Lehnen. Insgesamt zeigt der R aber viele Ansätze von Sparpolitik. Denn auch die vormals klappbare Rückbanklehne ist einer festen Variante gewichen.
Nach unverwechselbaren Merkmalen muss man ein wenig suchen. Fündig wird man im vorderen Fußraum. Dort sitzt, an der Pedalerie, der Bremslichtschalter, der zuvor vorn direkt im Hauptbremszylinder montiert war. Um den samt der Pedalerie, die auch im 126er verwendet wird, unterbringen zu können, wurde eine quadratische Prägung in den Kofferraumboden gepresst.
Im Motorraum werkelt beim R der gleiche Motor wie im 126er. Auch die Motornummer unterscheidet sich fast nicht: 126A5 im R, ohne die „5“ im 126er. Der Unterschied war nur der Vergaser. Mit dem auf 600 ccm angewachsenen Hubraum und dem 28er Vergaser hatte der 126er 23 PS. Der R hatte einen kleineren Vergaser als der F: 24 IMB. Damit hatte der R trotz größerem Hubraum die gleiche Leistung wie der F. Mit dem größerem Hubraum geht auch mehr Drehmoment einher, sodass man eine länger übersetztes Getriebe, das aus dem 126er, einbaute, allerdings mit dem Unterschied, dass das Getriebe im R nicht synchronisiert war, so wie in allen früheren 500ern. Da der parallel zum 500er gebaute 126er das moderne, bessere Auto sein sollte, konnte er mit einer synchronisierten Schaltbox aufwarten.
Interessantes Detail am Rande: Die meisten 500er hatten auch ohne Anhängerkupplung eine Anhängelast in den Papieren eingetragen. 250 kg gebremst und ungebremst. Nur einige R hatten unter „gebremst“ 400 kg stehen. Keiner weiß warum.