{"id":79,"date":"2011-01-25T21:26:51","date_gmt":"2011-01-25T20:26:51","guid":{"rendered":"http:\/\/500web.de\/?p=79"},"modified":"2011-01-25T21:40:37","modified_gmt":"2011-01-25T20:40:37","slug":"der-fiat-500-und-der-rost","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/500web.de\/wiki\/der-fiat-500-und-der-rost\/","title":{"rendered":"Der Fiat 500 und der Rost"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"attachment wp-att-80\" href=\"http:\/\/500web.de\/der-fiat-500-und-der-rost\/rost_seite1\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-80\" style=\"margin: 5px;\" title=\"rost_seite1\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/rost_seite1.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"180\" \/><\/a><\/p>\n<p>Um den Zustand eines Fiat 500 zu beurteilen, muss man sich zum deutlich \u00fcberwiegenden Teil mit der Karosserie besch\u00e4ftigen. Denn in die Karosserie muss man bei einer Restauration das meiste Geld stecken: Je mehr, desto weiter der Verfall schon fortgeschritten ist.<\/p>\n<p>Wer kennt nicht den Spruch: \u201eFiat? Der rostet schon im Prospekt\u201c? Ausgel\u00f6st durch schlechte Rohstoffe in den Siebzigern und schluderige Verarbeitung wurde Fiats Rufe auf Jahre hinaus, wie auch der anderer, verwandter Hersteller z. B. Alfa-Romeo und Lancia nachhaltig zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>Der 500er als ein Modell, dessen Produktion in den Jahren mit der schlechtesten Blechqualit\u00e4t eingestellt wurde, zeigt diese Entwicklung nur zu deutlich. Fr\u00fche N-,D- und F-Modelle weisen oftmals eine wesentlich bessere Substanz auf, als sp\u00e4ter gebaute F und R-Modelle. Man k\u00f6nnte fast meinen, das \u201eR\u201c st\u00fcnde nicht f\u00fcr \u201erinnovata\u201c, sondern schlicht und ergreifend f\u00fcr \u201eRost\u201c. Nichtsdestotrotz rosten die fr\u00fchen Modelle aber auch. Allerdings sind hier in der Regel z. B. die Quertr\u00e4ger von Vorder- und Hinterachse noch solide, w\u00e4hrend diese bei zahlreichen F\u00b4s und R\u00b4s stark angenagt sind.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-81\" href=\"http:\/\/500web.de\/der-fiat-500-und-der-rost\/rost_front1\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-81 alignright\" style=\"margin: 5px;\" title=\"rost_front1\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/rost_front1.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"180\" \/><\/a>Beginnt man an der Fahrzeugfront, so findet man ein erstes Rostnest typischerweise im Bereich Unterkante des Frontblechs, besonders in der N\u00e4he des Batteriekastens. Wo Kotfl\u00fcgel und Frontblech unten zusammentreffen, sind in der Regel ebenfalls die Ecken durchgerostet. H\u00e4ufig waren diese exponierten Stellen auch Parkremplern ausgesetzt. Der gesamte Radlaufkantenbereich, vorn wie hinten, ist ebenfalls rostgef\u00e4hrdet, da Kotfl\u00fcgel und Radhaus dort zu einer stabilen Einheit verschwei\u00dft sind und gegen eindringende Feuchtigkeit quasi \u00fcberhaupt nicht gesch\u00fctzt sind, au\u00dfer durch eine Lackschicht von au\u00dfen. Innen findet man entweder nur Grundierung, wenn man Gl\u00fcck hat, blankes Blech, meistens jedoch Rost. Sieht man au\u00dfen an den Radlaufkanten Bl\u00e4schenbildung, ist es bereits zu sp\u00e4t. Die Kante ist unter Garantie von innen durchgerostet. Ein weiteres typisches Rostnest im Bereich der Front sind Stellen, an denen Verst\u00e4rkungsbleche aufgeschwei\u00dft sind. Diese findet man, je nach Modell in verschiedenen Gr\u00f6\u00dfen, in den Radh\u00e4usern zur Verst\u00e4rkung der Befestigungspunkte der Vorderachsschwingarme.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-82\" href=\"http:\/\/500web.de\/der-fiat-500-und-der-rost\/rost_stehblech\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-82\" style=\"margin: 5px;\" title=\"rost_stehblech\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/rost_stehblech.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"180\" \/><\/a><\/p>\n<p>Angegriffen ist bei Rost im fortgeschrittenen Stadion auch Stehblech, an das die Pedalerie, Lenkgetriebe und Umlenkhebel angebracht sind. Da die Verst\u00e4rkungsbleche aus dickerem Material gefertigt sind, rostet als erstes die Karosserie durch. Durchrostungen der Radh\u00e4user sind daher am besten durch Abnehmen der (geklebten) Gummimatten auf den Radh\u00e4usern vorn im Bereich des Fu\u00dfraums zu erkennen. Dort findet man auch die Schraubenk\u00f6pfe der eingeschwei\u00dften Stehbolzen der Vorderradaufh\u00e4ngung. Bei festsitzenden Schraubverbindungen rei\u00dfen diese gerne mal ab. Durchrostungen am Pedalstehblech sind beim Blick von innen nach vorn in den Fu\u00dfraum durch braune Blasen oder aufgequollene Stellen zu erkennen. Die Reparatur der Stehbleche erfordert gro\u00dfes Geschick und durchaus auch Mut.<\/p>\n<p>Das Frontblech bildet mit dem dahinterliegenden Kofferraumblech zum einen die Reserveradmulde, zum anderen den Batteriekasten. Zwischen der Reserveradmulde und dem PedaIstehblech befindet sich der Raum f\u00fcr die Lenkanlage und den Hauptbremszylinder. Dieser Raum wird seitlich durch die Innenradh\u00e4user begrenzt. Die Innenradh\u00e4user bilden im \u00dcbergang zur Reserveradmulde einen spitz zulaufenden Bereich, der sich im Laufe der Jahre typischerweise mit Schmutz f\u00fcllt, der gerne Feuchtigkeit aufsaugt. So rosten an den entsprechenden Stellen Radhaus und Reserveradmulde.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-83\" href=\"http:\/\/500web.de\/der-fiat-500-und-der-rost\/rost_schweller\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-83 alignright\" style=\"margin: 5px;\" title=\"rost_schweller\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/rost_schweller.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"180\" \/><\/a>Zu den Schwellern braucht man eigentlich nicht viel zu sagen. Sie m\u00fcssen in der Regel bei jedem Restaurationsobjekt ersetzt werden. Wie bei den meisten anderen Fahrzeugen auch, rosten zuerst die Endspitzen durch. Meistens erwischt es dann auch die Innenschweller, da sich hinter den Gummimatten Feuchtigkeit sammelt. Der Schwelleraufbau unterscheidet sich zwischen N, D und Kombi stark von den F- und R-Modellen. Von au\u00dfen kaum zu erkennen sind die Schweller der fr\u00fchen Modelle dreiteilig aufgebaut. Das hei\u00dft, dass der Schweller durch ein mittleres Stehblech in zwei Kammern getrennt ist. Diese Mittelschweller ist unten zwischen Bodenblech und Au\u00dfenschweller verschwei\u00dft. Oben bildet er zusammen mit dem Au\u00dfenschweller die T\u00fcrkante, auf die auch die T\u00fcrdichtung gesteckt ist. Er ist unmittelbar darunter nach innen in Form einer Stufe abgekantet. Auf diese Stufe ist der Innenschweller geschwei\u00dft, der sich seinerseits unten auf dem Bodenblech abst\u00fctzt. F\u00fcr diesen kleinen Wagen also eine verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig aufwendige Konstruktion. Man tut gut daran, diese Konstruktion akribisch wiederherzustellen, da sie als R\u00fcckgrat f\u00fcr die Stabilit\u00e4t der Karosserie verantwortlich ist. Erst beim F mit der kleineren Dach\u00f6ffnung (bei N und D war ja der hintere Teil des Daches verschraubt) und mit stabileren S\u00e4ulen wurde der Schweller dann zweiteilig, was aber nicht bedeutet, dass die Schwellerbereiche dort weniger Rost anf\u00e4llig w\u00e4ren. W\u00e4hrend bei den alten 500ern mit hinten angeschlagenen T\u00fcren das komplette Seitenteil von vorn bis hinten aus einem St\u00fcck Blech bestand, sind die Vorderkotfl\u00fcgel beim F und R auf den Schwellern und den A-S\u00e4ulen aufgesetzt. Der Schweller selbst geht unter der Kotfl\u00fcgelecke in die A-S\u00e4ule \u00fcber. Haben sich an der Ecke hinterm Rad braune Stellen gebildet, ist die A-S\u00e4ule in aller Regel ebenfalls mit angegriffen.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-84\" href=\"http:\/\/500web.de\/der-fiat-500-und-der-rost\/rost_scheibenrahmen1\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-84\" style=\"margin: 5px;\" title=\"rost_scheibenrahmen1\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/rost_scheibenrahmen1.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"180\" \/><\/a><\/p>\n<p>Doch der 500er bietet dem versierten Hobbyrestaurateur noch mehr Gelegenheit sich auszutoben. Eine gute M\u00f6glichkeit, ein erstes Erfolgserlebnis zu erlangen, bietet sich im Ersatz der gl\u00fccklicherweise problemlos zu beschaffenden Bodenbleche an. Im Fu\u00dfraum vorn ist das Bodenblech oft Feuchtigkeitsangriffen ausgesetzt, da meistens die Windschutzscheibendichtung ihrem Namen nicht unbedingt gerecht wird oder der Scheibenrahmen durchgerostet ist. Dann bilden sich links und rechts an den unteren Windschutzscheibenecken kleine Rinnsale, die ihren Weg zum Bodenblech auch dann finden, wenn die Knieschutzleiste am Armaturenbrett (deren Halteblech in der Regel auch weggerostet ist) sie zun\u00e4chst daran zu hindern scheinen.<\/p>\n<p>Im vorderen und hinteren Bereich unterst\u00fctzt je eine als Kastenprofil ausgef\u00fchrte Blechtraverse den Wagenboden. Nat\u00fcrlich sammelt sich hierin Dreck und Feuchtigkeit, so dass das Bodenblech gerade in diesen Zonen normalerweise angegriffen ist. Mit der Einf\u00fchrung der hinteren Bodenwannen wurde die hintere Quertraverse \u00fcbrigens zweimal durchteilt. Seltener ist auch der Mitteltunnel im vorderen Bereich betroffen, wo er in das aufgeschraubte Heizungsgeweih \u00fcbergeht. Auch der \u00dcbergang zwischen Radhaus und Bodenblech links und rechts hinter den Vorderr\u00e4dern ist meistens durch Steinschlag von au\u00dfen und undichte Windschutzscheiben von innen durchgerostet. Bei den sp\u00e4teren Modellen ist hier auch eine Art Hebeb\u00fchnenst\u00fctze untergeschwei\u00dft, die ebenfalls das Problem sich festsetzenden Schmutzes mit sich bringt. Ebensolche Rostnester sind auch die Wagenheberaufnahme und die Hebeb\u00fchnenst\u00fctze im hinteren Schwellerbereich vor den Hinterr\u00e4dern. Auf diese St\u00fctzen, die es etwa ab 1964 gab, sind die Fahrzeuge im Werk auf die Montageb\u00e4nder gesetzt worden.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-85\" href=\"http:\/\/500web.de\/der-fiat-500-und-der-rost\/rost_heckquertraeger1\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-85 alignright\" style=\"margin: 5px;\" title=\"rost_heckquertraeger1\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/rost_heckquertraeger1.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"180\" \/><\/a>Geht man an der Karosserie weiter nach hinten, so sind als n\u00e4chstes die hinteren Radlaufkanten zu nennen, f\u00fcr die von der Konstruktion bis zur Rostanf\u00e4lligkeit das gleiche wie f\u00fcr die vorderen gilt. Als erstes bilden sich Rostbl\u00e4schen ganz oben. Die Kante ist dann innen aber auch schon weiter fortgeschritten angegriffen, was sich dann dadurch zeigt, dass die nach innen geb\u00f6rdelte, doppellagige Radlaufkante zwischen den Schwei\u00dfpunkten aufgequollen ist. Wie eingangs bereits beschrieben, sind die Hinterachsquertr\u00e4ger an den Federtellern haupts\u00e4chlich bei den sp\u00e4ten Modellen an- bzw. durchgerostet. Eine sachgem\u00e4\u00dfe Reparatur ist hier nur noch durch gro\u00dfen Aufwand m\u00f6glich. Sind hier Bereiche angegriffen, besteht auch die M\u00f6glichkeit, dass sich der Rostfra\u00df in den Innenraum fortgesetzt hat, was nach dem Herausnehmen der Sitzbank offenkundig wird, wenn man sich die \u00dcberg\u00e4nge zwischen Radhaus und Wagenboden beschaut. Da die Motoren und Getriebe im Normalfall unter \u00d6lverlust leiden, ist der Hinterwagen des 500ers meistens ver\u00f6lt, was seiner Haltbarkeit durchaus zutr\u00e4glich ist. So sind durchgerostete L\u00e4ngstr\u00e4ger (links und rechts hinten im Motorraum), genau wie Kantenrost an der Motorhaube eher selten. Auch durchgerostete Hecktraversen entstehen meistens erst, wenn ein 500er lange Standzeit im Freien erleiden musste. Dennoch findet man Rost am Hinterwagen an den Kotfl\u00fcgelendspitzen, au\u00dfen, innen und unten. Weiter oben ist als Rostnest noch die Unterkante der Heckscheibe aufzuf\u00fchren.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-86\" href=\"http:\/\/500web.de\/der-fiat-500-und-der-rost\/rost_kombi_seite1\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-86\" style=\"margin: 5px;\" title=\"rost_kombi_seite1\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/rost_kombi_seite1.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"180\" \/><\/a>Die Kombimodelle sind bis zur B-S\u00e4ule mit den Limousinen weitgehend identisch. Konsequenterweise gilt daher auch die gleiche Rostanf\u00e4lligkeit. Aber auch im Hinterwagen lassen sich die prinzipiell die gleichen gef\u00e4hrdeten Roststellen aufzeigen. Vielfach l\u00e4sst die Heckt\u00fcr Wasser eindringen, womit sich Feuchtigkeit auf dem Kofferraumboden sammelt. Au\u00dferdem ist der Scheibenrahmen der Heckscheibe genauso gef\u00e4hrdet wie der Rahmen der Frontscheibe. Vielfach ist das ganze Ausma\u00df der Sch\u00e4den erst zu sehen, wenn man die Scheibe(n) herausgenommen hat. Besonders die fr\u00fchen Kombis weisen noch eine ganz besondere Spezialit\u00e4t auf: Die C-S\u00e4ulen, in die auch die Luftansaugkan\u00e4le integriert sind, wurden ab Werk mit einem Schaum ausgef\u00fcllt, der zu Durchrostungen an den unglaublichsten Stellen f\u00fchrt. Auf einmal zeigen sich Rostbl\u00e4schen mitten im Seitenteil, an Stellen, wo man Rostgefahr nie vermuten w\u00fcrde.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-87\" href=\"http:\/\/500web.de\/der-fiat-500-und-der-rost\/rost_kombi_c-saeule1\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-87 alignright\" style=\"margin: 5px;\" title=\"rost_kombi_c-saeule1\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/rost_kombi_c-saeule1.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"180\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auch die inneren Bleche der C-S\u00e4ulen sind dann gef\u00e4hrdet, so dass Schwei\u00dfarbeiten vom Kofferraum her anstehen. Sp\u00e4tere Kombi-Baujahre wurden dann gl\u00fccklicherweise nicht mehr ausgesch\u00e4umt, was sich durchaus positiv auswirkte. Das Aussch\u00e4umen der Seitenteile endete etwa mit der Umstellung der hinteren Seitenscheiben von Schiebe- auf Ausstellfenster.<\/p>\n<p>Aber der Kombi wartet mit noch mehr \u201eFinessen\u201c auf. So waren schon bei zahlreichen Fahrzeugen Risse in den hinteren, aber sogar auch vorderen Radh\u00e4usern festzustellen. Vermutlich h\u00e4ngt dies stark mit der Nutzung des Fahrzeuges zusammen. Schlie\u00dflich bietet der Kombi durchaus vier Personen Platz und war schon konzeptionell der Lastesel in der Fiat 500 Familie.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-88\" href=\"http:\/\/500web.de\/der-fiat-500-und-der-rost\/rost_kombi_riss1\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-88\" style=\"margin: 5px;\" title=\"rost_kombi_riss1\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/rost_kombi_riss1.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"180\" \/><\/a>Um eine gro\u00dfe Stabilit\u00e4t bei m\u00f6glichst geringem Fahrzeuggewicht zu realisieren, waren s\u00e4mtliche Karosseriebleche wie Kotfl\u00fcgel etc. zu einer Einheit verschwei\u00dft, was den Restaurateur durchaus zu \u00fcberlegtem Handeln zwingt. Nachl\u00e4ssigkeiten f\u00fchren mit Fortschreiten der Arbeiten zu immer gr\u00f6\u00dferen Problemen beim Anpassen der folgenden Blechteile. Besonders beim Ersatz der Front k\u00f6nnen hier durch schief angesetzte Kotfl\u00fcgel oder Kofferraumb\u00f6den Fehler eingebaut werden, die sich nur schwer korrigieren lassen. Als probates Mittel beim Ersatz der Front, bestehend aus Kotfl\u00fcgeln und Frontblech, bietet es sich an, diese drei Teile zun\u00e4chst zu einer Einheit zu verschwei\u00dfen, da auch nur dann die Blechfalze innen gut zu erreichen und damit zusammenzuf\u00fcgen sind. Die Front wird danach als Einheit an den A-S\u00e4ulen, der Reserveradwanne und Innenkotfl\u00fcgeln angesetzt. So ist auch zu gew\u00e4hrleisten, dass die Kofferraumhaube vern\u00fcnftig sitzt.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-89\" href=\"http:\/\/500web.de\/der-fiat-500-und-der-rost\/rost_tuerunterkante\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-89 alignright\" style=\"margin: 5px;\" title=\"rost_tuerunterkante\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/rost_tuerunterkante.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"180\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wie bei den meisten anderen Oldtimern sind insbesondere die \u00e4u\u00dferen Kanten, vorzugsweise unten, an T\u00fcren und Hauben besonders rostgef\u00e4hrdet. Mit einer Ausnahme: Durchgerostete Motorhauben sind wirklich sehr selten. Das d\u00fcrfte wohl daran liegen, dass der Motor mit fortschreitendem Alter einen Hang zur Verlustschmierung entwickelt. Der abgesonderte \u00d6lnebel f\u00fchrt dann wohl zu einer Konservierung der Motorhaube, die durch die Motorw\u00e4rme zudem schnell abtrocknet.<\/p>\n<p>Ganz anders die T\u00fcren: Egal, ob hinten oder vorn angeschlagen: Sie rosten, was das Zeug h\u00e4lt. Erst rostet das \u00e4u\u00dfere T\u00fcrblech durch, dann der innere Rahmen. Gut passender Ersatz ist nicht einfach zu bekommen, da Nachfertigungen eher Interpretationen der Originale sind. Daher kann sich eine Reparatur lohnen, sollte aber vom Profi gemacht werden, wenn die T\u00fcrhaut auf gesamter L\u00e4nge geschwei\u00dft werden muss, was bei mangelndem K\u00f6nnen oft mit starkem Verzug verbunden ist.<\/p>\n<p>Die Kofferraumhaube rostet gern links und rechts dort, wo auf der Innenseite eine Querverst\u00e4rkung angeschwei\u00dft ist. Man kann diesen Teil der Haube recht gut mit einem stumpf eingesetzten Blech reparieren. Aufwendiger ist die Reparatur der Haube, wenn sie vorn an der Kante durchgerostet ist. H\u00e4ufig bilden sich auch Risse links und rechts an der Vorderkante, wo die Sicken auslaufen. Dort ist das Blech durch das Ziehen bei der Produktion sehr d\u00fcnn. Abhilfe schaffen kleine Blechstreifen, die von innen eingeschwei\u00dft werden. Weitere Schwierigkeiten machen verzogene Hauben. Jedem qualifizierten 500er-Piloten passiert es mindestens einmal, dass die vordere Haube auffliegt, weil man sie nicht richtig verriegelt hat. Dann bohren sich als erstes die Scheibenwischerachsen in die Haube und, je nach Geschwindigkeit, kommt die Haube auch in Kontakt mit dem oberen Dachrahmen. Dann ist die Haube aber meistens unrettbar verzogen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Um den Zustand eines Fiat 500 zu beurteilen, muss man sich zum deutlich \u00fcberwiegenden Teil mit der Karosserie besch\u00e4ftigen. Denn in die Karosserie muss man bei einer Restauration das meiste Geld stecken: Je mehr, desto weiter der Verfall schon fortgeschritten ist. 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