{"id":30,"date":"2011-01-26T22:25:51","date_gmt":"2011-01-26T21:25:51","guid":{"rendered":"http:\/\/500web.de\/?p=30"},"modified":"2011-01-26T22:28:00","modified_gmt":"2011-01-26T21:28:00","slug":"kurzinfo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/500web.de\/wiki\/kurzinfo\/","title":{"rendered":"Kurzinfo"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"attachment wp-att-32\" href=\"http:\/\/500web.de\/kurzinfo\/treffen1\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-32\" style=\"margin: 5px;\" title=\"treffen1\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/treffen1.jpg\" alt=\"Fiat 500 Treffen an einem Stra\u00dfenbahndepot in Bremen\" width=\"240\" height=\"180\" \/><\/a>Aller Anfang ist schwer. So auch f\u00fcr den 1957 j\u00fcngsten Spross des italienischen Autoherstellers \u2013 den Fiat 500. Nachdem zwei Jahre zuvor der Fiat 600 als direkter Nachfolger des gro\u00dfartigen Topolino (der offiziell auch schon Fiat 500 hie\u00df) au\u00dferordentlich erfolgreich ins Rennen um die K\u00e4ufergunst geschickt wurde, kam der 500er im Sommer \u00b457 als \u00e4u\u00dferst spartanisch ausgestatteter Kleinwagen daher. Nicht mal Kurbelfenster hatte man ihm geg\u00f6nnt. Aber immerhin war der 13-PS-Drosselmotor ein Viertakter, der sich somit durch sein sonores Brummen wohltuend von seinen heulenden Zweitaktkollegen unterschied, wenn er seine Fahrleistungen betreffend auch nicht unbedingt die Nase vorn hatte.<\/p>\n<p>Vielen war der Schritt von der Vespa hin zum ersten richtigen Auto dennoch zu gro\u00df; diejenigen, mit denen es das Wirtschaftswunder gut gemeint hatte, griffen lieber gleich zum gr\u00f6\u00dferen 600er, der auch vier vollwertige Sitzpl\u00e4tze bot, w\u00e4hrend der kleinste Fiat allenfalls Kindern auf der d\u00fcnn gepolsterten R\u00fccksitzbank gen\u00fcgend Platz bot.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-33\" href=\"http:\/\/500web.de\/kurzinfo\/n_und2d2\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-33\" style=\"margin: 5px;\" title=\"n_und2d2\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/n_und2d2.jpg\" alt=\"Ein Standard-N (1958) und zwei Ds (1964), beide auf langes Faltdach umgebaut.\" width=\"240\" height=\"180\" \/><\/a>Schon schnell begriff man bei Fiat, dass sich ihr kleinster ebenso gut als Zweitwagen an den Mann, oder viel besser an die Frau bringen lie\u00df. Bereits zum Jahreswechsel 57\/58 wurde daher eine mit Zierleisten, Kurbelfenstern und einer serienm\u00e4\u00dfigen Heizung ausgestattete \u201eLuxus\u201c genannte Version lanciert. Auch der Motor leistete nun 2 PS mehr. Neben verschiedenen Kinderkrankheiten wurde auch das zun\u00e4chst lange, bis zur Motorhaube hinab reichende Faltdach um die H\u00e4lfte gek\u00fcrzt, da doch vielen Kunden der Luftzug entweder die Frisur zerst\u00f6rte oder sie zu sehr an ihre Moped-Zeit erinnert wurden. Von diesen Verkehrsteilnehmern wollte man sich mit seinem vierr\u00e4drigen Untersatz schlie\u00dflich wohltuend absetzen!<\/p>\n<p>Gerade diese Versionen mit dem langen Faltdach z\u00e4hlen heute zu den gesuchtesten Varianten und sind besonders selten. Schlie\u00dflich erging es dem Fiat 500 als typisches \u201eBrot-und-Butter\u201c-Auto wie vielen seiner Artgenossen vom Schlage eines VW K\u00e4fers, Lloyd Alexander oder Citro\u0451ns Ente, dass sein letzter Weg meistens auf den Autofriedhof f\u00fchrte und im Gegensatz zu vielen glamour\u00f6sen Sportwagen nicht \u00fcber die Jahre gerettet wurde.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-34\" href=\"http:\/\/500web.de\/kurzinfo\/alltagstauglich\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"240\" height=\"180\" class=\"alignleft size-full wp-image-34\" style=\"margin: 5px;\" title=\"alltagstauglich\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/alltagstauglich.jpg\" alt=\"Fiat 500 F - noch heute alltagstauglich\" \/><\/a>Sieht man heute einen Fiat 500 im Stra\u00dfenverkehr, so handelt es sich meistens um einen Vertreter der Bl\u00fctejahre &#8211; den sp\u00e4ten sechziger Jahren. Inzwischen gingen die T\u00fcren nun \u201erichtig herum\u201c auf, da die hinten angeschlagenen, sogenannten \u201eSelbstm\u00f6rdert\u00fcren\u201c in den meisten Exportm\u00e4rkten au\u00dferhalb Italiens inzwischen f\u00fcr Neufahrzeuge nicht mehr zul\u00e4ssig waren. Der ab 1965 auf 18 PS erstarkte Motor erlaubte nun angemessenes Mitschwimmen im Stra\u00dfenverkehr. Nicht wenige Kraftfahrer \u201enormaler\u201c Autos wunderten sich auf so mancher kurvigen Landstra\u00dfe, dass sie den Anschluss an den kleinen Fiat vor ihnen zu verlieren drohten. War der 500er doch mit einem f\u00fcr seine Gr\u00f6\u00dfe exzellenten Fahrwerk mit Einzelradaufh\u00e4ngung gesegnet, das viele zeitgen\u00f6ssische Tuner, allen voran der gro\u00dfe Carlo Abarth, veranlasste, dem 500er Sporen zu machen und nach allen Regeln der Kunst zu frisieren, wie man es damals noch nannte. Zum Ende der Bauzeit wurde der Hubraum von 500 auf 600 cm\u00b3 vergr\u00f6\u00dfert. Die Leistung blieb mit 18 PS aber gleich, um den Unterschied zum ebenfalls 1972 erschienen Fiat 126 zu wahren.<\/p>\n<p>Aber auch die Au\u00dfenhaut des kleinsten Fiats blieb nicht unangetastet. So gab es im Laufe seiner 18-j\u00e4hrigen Produktionszeit nicht weniger als 50 verschiedene Karosserievarianten, von denen einige aber nur in einer Handvoll Exemplaren gebaut wurden. Neben verschiedenen Coup\u00e9s von Karosseriebauern mit so klangvollen Namen wie Vignale und Zagato, waren es aber vor allem Cabriolets, die die Fantasie der kreativen Blechbearbeiter befl\u00fcgelte.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-35\" href=\"http:\/\/500web.de\/kurzinfo\/n-ital_1\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"240\" height=\"165\" class=\"alignleft size-full wp-image-35\" style=\"margin: 5px;\" title=\"n-ital_1\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/n-ital_1.jpg\" alt=\"Fiat 500 N (1958)\" \/><\/a>Hervorzuheben ist die von Fiat selbst auf die R\u00e4der gestellte Kombiversion, die trotz einer L\u00e4nge von weniger als 3,20m zwei Kofferr\u00e4ume bot, einen ganz kleinen vorn und einen umso gr\u00f6\u00dferen hinten. Geradezu genial war die Unterbringung des Motors gel\u00f6st. Ferraris fr\u00fcherer Motorenkonstrukteur Lampredi, der zuvor f\u00fcr die gro\u00dfen Zw\u00f6lfzylinder zust\u00e4ndig war, hatte es fertig gebracht, den normalen \u201estehenden\u201c Zweizylinder des Fiat 500 zu kippen und so zu einem liegenden Unterflurmotor zu machen, der eine Ladekantenh\u00f6he von 60 cm erm\u00f6glichte. So nimmt der Motor des Fiat 500 \u201eGiardiniera\u201c, wie er in seinem Heimatland genannt wurde, kaum mehr Platz ein als das Reserverad moderner Kombis im Kofferraum unter der Ladefl\u00e4che.<\/p>\n<p>Heute k\u00fcmmert sich weltweit eine r\u00fchrige Fangemeinde um die Erhaltung und Restauration der noch erhaltenen \u201eElefantenrollschuhe\u201c, \u201eKnutschkugeln\u201c und mit welchen Kosenamen der wohl gr\u00f6\u00dfte Kleinwagen, der jemals gebaut wurde, sonst noch tituliert wird. Gerade das Medium Internet hat auch hier zu einem den Globus umspannenden Erfahrungsaustausch gef\u00fchrt, so dass der F\u00fcnfhunderter so schnell nicht in Vergessenheit geraten wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aller Anfang ist schwer. So auch f\u00fcr den 1957 j\u00fcngsten Spross des italienischen Autoherstellers \u2013 den Fiat 500. 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