{"id":129,"date":"2011-01-25T21:40:30","date_gmt":"2011-01-25T20:40:30","guid":{"rendered":"http:\/\/500web.de\/?p=129"},"modified":"2011-02-07T11:45:54","modified_gmt":"2011-02-07T10:45:54","slug":"fiat-500-f-follig-anders","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/500web.de\/wiki\/fiat-500-f-follig-anders\/","title":{"rendered":"Fiat 500 F &#8211; f\u00f6llig anders"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"attachment wp-att-130\" href=\"http:\/\/500web.de\/fiat-500-f-follig-anders\/f_seite1\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-130\" style=\"margin: 5px;\" title=\"f_seite1\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/f_seite1.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"180\" \/><\/a>Die gr\u00f6\u00dften Ver\u00e4nderungen in der gesamten Bauzeit kamen mit dem Fiat 500 F. Erstmal kann man sich dar\u00fcber streiten, warum er nicht nach der Reihenfolge der Typenbezeichnung Fiat 500 E hei\u00dft, der auf den \u201eD\u201c folgen m\u00fcsste. Vielleicht liegt es tats\u00e4chlich an dem gro\u00dfen Schritt vom D zum F, der mit einem Buchstaben nicht genug zum Ausdruck kommt.<\/p>\n<p>Auff\u00e4lligstes Merkmal ist zweifelsohne der ge\u00e4nderte T\u00fcranschlag. W\u00e4hrend N und D die hinten angeschlagenen Selbstm\u00f6rdert\u00fcren hatten, folgte der Fiat 500 F nun der sich in immer mehr L\u00e4ndern, z. B. auch in Deutschland durchsetzenden Gesetzgebung, die die vorn \u00f6ffnenden T\u00fcren nicht mehr l\u00e4nger bei Neufahrzeugen gestattete. Schon die in Deutschland ausgelieferten Ds hatten in den letzten Jahren einen Eintrag als Stempel im Fahrzeugbrief, der auf der durch kompliziertes Beh\u00f6rdendeutsch auf den nicht gesetzeskonformen T\u00fcranschlag aufmerksam macht: \u201eDie T\u00fcrb\u00e4nder (Scharniere) sind auf der in Fahrtrichtung hinteren Seite angebracht.\u201c<\/p>\n<p>Mit dieser \u00c4nderung war eine grundlegende Neukonstruktion der Karosserie verbunden. Fast kein Teil blieb unangetastet. A- und B-S\u00e4ulen waren deutlich stabiler aufgebaut, daf\u00fcr konnte man am Schweller sparen. Zuvor bestand der Schweller aus Au\u00dfen-, Mittel- und Innenschweller. Beim F entfiel der Mittelsteg und der Innenschweller ragt vermeintlich nicht mehr so weit in den Innenraum. Da allerdings die T\u00fcren insgesamt auch dicker sind als zuvor, ist der Innenraum des F etwas schmaler als bei den Vorg\u00e4ngermodellen.<\/p>\n<p>Die Seitenteile bestanden beim N und D von hinten bis vorn aus einem St\u00fcck. Die Ausstanzungen f\u00fcr die T\u00fcr\u00f6ffnungen konnten sogar f\u00fcr die Innenteile der T\u00fcren verwendet werden. Beim F reicht das Seitenteil zwar noch bis in den Schweller hinein, aber nur noch bis zur A-S\u00e4ule. Der vordere Kotfl\u00fcgel ist ein separates Teil, das an der vorderen unteren Schwellerecke \u00fcber dem in die A-S\u00e4ule \u00fcbergehenden Schweller liegt. Dieser Sto\u00df wird bei Reparaturen gern mal durch unsachgem\u00e4\u00dfe Arbeit \u201evergessen\u201c.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-132\" href=\"http:\/\/500web.de\/fiat-500-f-follig-anders\/f_heck1\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-132\" style=\"margin: 5px;\" title=\"f_heck1\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/f_heck1.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"180\" \/><\/a>Mit dem F kam auch der Abschied vom hinteren verschraubten Dachteil. Das Dach war nun fest mit dem Rest der Karosserie verschwei\u00dft. \u00dcbrig blieb aber immer die vom D und N mit kurzem Faltdach bekannte Luke, die sich nun mit einem einzigen Hebel, nicht mehr mit zwei Riegeln, \u00f6ffnen und schlie\u00dfen lie\u00df. Das reicht beim F bis an die Regenrinne, die beim N und D noch als zus\u00e4tzliches Teil nur \u00fcber den T\u00fcren angesetzt ist. Beim F ist sie nun gleichzeitig Verbindungsstelle von Dach und Seitenteil. Damit ver\u00e4nderte sich auch die Konstruktion der Dachholme. Bei den Modellen mit hinten angeschlagenen T\u00fcren sind die Holme von vorn bis hinten zum Luftansaugkasten durchg\u00e4ngige, geschlossene Hohlprofile. Die F-Dachholme sind hinten \u00fcber den Seitenscheiben nun offen. Die inneren Rahmen der hinteren Seitenfenster enden als freie Kanten, die lediglich umgeb\u00f6rdelt sind.<\/p>\n<p>Die Windschutzscheibe hat beim F die gleichen Ma\u00dfe wie die Scheibe des Kombi. Sie ist etwa 2 bis 3 cm h\u00f6her als beim N\/D. Hatte der Scheibenrahmen am Windlauf und \u00fcber der Scheibe je Seite zwei l\u00e4ngs verlaufende Blechst\u00f6\u00dfe, an denen die Seitenteile mit Windlauf und vorderem Dachrahmen verschwei\u00dft waren, fielen diese Rostnester nun weg. Kotfl\u00fcgel und Windlauf sind beim F an der oberen Kante der umlaufenden Karosseriesicke verbunden. Die Befestigung der Kofferraumhaube f\u00fchrte zu Detailver\u00e4nderungen an aufeinanderliegenden Befestigungsteilen. Damit konnten die Hauben von N\/D und F nicht ohne weiteres ausgetauscht werden. Zudem sparte man die Aluminiumzierleiste nicht nur auf der Haube, sondern auch an T\u00fcren und Seitenteilen ein. Nur am Schweller blieb die Leiste (Edelstahl) erhalten. Auch die organischer geformten R\u00fcckleuchten des F mussten auf den immer wieder aufpolierbaren Alusockel verzichten.<\/p>\n<p>Oben im Motorraum fielen genauso wie links und rechts unter dem Armaturenbrett die Knotenbleche weg. Inzwischen war die Konstruktion durch das verschwei\u00dfte Dach stabil geworden. Stabiler waren auch die Achsaufnahmen f\u00fcr die Vorderachse in den Radh\u00e4usern ausgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-131\" style=\"margin: 5px;\" title=\"f_front1\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/f_front1.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"180\" \/><\/p>\n<p>Im Innenraum war R\u00fcckspiegel nun gr\u00f6\u00dfer mit einem Geh\u00e4use aus Kunststoff statt Metall. Auf sch\u00f6ne, verchromte Metallteile muss man auch beim Lenkstockschalter verzichten. Die Hebel mit zierlichem, schwarzem Kunststoffknopf sind Voll-Plastikteilen gewichten, die unter Sonneneinstrahlung gern aush\u00e4rten und dann brechen. Der Tacho zeigte nun in 20er Schritten Geschwindigkeiten bis 120 km\/h, ging es mal schneller (Berg ab, R\u00fcckenwind\u2026) konnte man die Geschwindigkeit nach wie vor mit Olio, Benzina und Luci angeben. Statt \u201eGenerat.\u201c hatte die Ladekontrollleuchte die Beschriftung \u201eDinamo\u201c erhalten. Waren die T\u00fcr\u00f6ffner beim N und D recht einfach gehaltene, von innen auf die T\u00fcr geschraubte Teile, hatte man die Bet\u00e4tigungsmimik beim F in der T\u00fcr untergebracht. Knapp unter dem Knebel der Dreiecksfenster hatte man nun einen Dreh-\/Ziehgriff aus Aluminium, der \u00fcber ein Gest\u00e4nge mit dem Schloss hinten an der T\u00fcr untergebracht. Verriegelungskn\u00f6pfe, wie man sie aus \u201erichtigen\u201c Autos kennt, gucken hinten innen aus dem Fensterrahmen der T\u00fcr. Inzwischen l\u00e4sst sich auch die Beifahrert\u00fcr von au\u00dfen auf- und zuschlie\u00dfen. Auf diesen Luxus musste man bislang verzichten.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend das Getriebe im Wesentlichen unver\u00e4ndert \u00fcbernommen wurde, leistete der Motor beim F 18 PS. Der Motor wurde ansonsten nur leicht \u00fcberarbeitet. Der Luftfiltertopf ist etwas gewachsen. Daf\u00fcr hat&#8217;s nun eine Einbeulung hinten links im Motorraum. Der Luftfilterdeckel ist mit drei Klammern befestigt und soll sich nun seltener l\u00f6sen. Gleiches gilt f\u00fcr den Anlasser. Eine dritte Schraube oben in der Mitte soll verhindern, dass der Anlasser abbricht, was zuvor durchaus mal vorkam. Hohlschrauben am Zylinderkopf, die mit einem Ring um die Brennr\u00e4ume verbunden sind, dienen als Kontrollm\u00f6glichkeit f\u00fcr durchgebrannte Zylinderkopfdichtungen. Der Auspufftopf besteht aus zwei aufeinandergeschwei\u00dften Halbschalen. Beim N und D war der Topf ein Blechrohr mit zwei Deckeln.<\/p>\n<p>Eine wesentliche \u00c4nderung, die der St\u00f6runanf\u00e4lligkeit zu Gute kam, war die Renovierung der Hinterachsschwingen. An diesen Teilen laborierte man von Anfang an herum. Erst mit dem F hatten die Verbindungsteile zwischen Antriebswellen und Radnaben eine Dimension erreichte,die zuverl\u00e4ssig etliche Kilometer h\u00e4lt. Problematisch sind hier eher minderwertige Ersatzteile und schlechte Verzahnungen der Antriebswellen, die mit den Ruckd\u00e4mpfern an Umfang zugelegt hat.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-133\" href=\"http:\/\/500web.de\/fiat-500-f-follig-anders\/f_acht_schrauben\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-133\" style=\"margin: 5px;\" title=\"f_acht_schrauben\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/f_acht_schrauben.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"180\" \/><\/a>Im Laufe der Bauzeit blieb der F allerdings nicht unver\u00e4ndert. Anfangs sa\u00df die Hupe noch wie beim D und N hinter dem Frontemblem. Mit der Einf\u00fchrung des L wanderte die Hupe nach unten in den Hohlraum hinter dem Batteriekasten im Bereich des Lenkgest\u00e4nges. Die T\u00fcren waren zun\u00e4chst mit je acht Schrauben der Dimension M6 befestigt. Sp\u00e4ter \u00e4nderte man das auf vier Schrauben der Gr\u00f6\u00dfe M8. Auch die Verschraubung und Formgebung des Luftansaugblechs \u00e4nderte sich. Eingepresste Sicken vielen Weg, die Schrauben wurden unauff\u00e4lliger in den L\u00fcftungsschlitzen untergebracht. Die Kennzeichenleuchte rutschte etwas nach oben, wodurch auch der B\u00fcrzel der Motorhaube h\u00f6her angeordnet wurde. Statt aus Aluminium war die Leuchte aus verchromtem und nicht sonderlich witterungsbest\u00e4ndigen Kunststoff gefertigt. Mit Erscheinen des L (Lusso) gab es f\u00fcr den F Liegesitze auf Wunsch.<\/p>\n<p>Nicht ver\u00e4ndert wurden das Lenkrad, die Hecktraverse und die Motoraufh\u00e4ngung. Immerhin. Na, es gibt schon noch ein paar mehr Kleinteile\u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gr\u00f6\u00dften Ver\u00e4nderungen in der gesamten Bauzeit kamen mit dem Fiat 500 F. Erstmal kann man sich dar\u00fcber streiten, warum er nicht nach der Reihenfolge der Typenbezeichnung Fiat 500 E hei\u00dft, der auf den \u201eD\u201c folgen m\u00fcsste. 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