{"id":112,"date":"2011-01-25T21:42:16","date_gmt":"2011-01-25T20:42:16","guid":{"rendered":"http:\/\/500web.de\/?p=112"},"modified":"2011-01-26T19:07:48","modified_gmt":"2011-01-26T18:07:48","slug":"der-fiat-500-d-%e2%80%93-endlich-ausgereift","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/500web.de\/wiki\/der-fiat-500-d-%e2%80%93-endlich-ausgereift\/","title":{"rendered":"Fiat 500 D \u2013 Endlich ausgereift"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"attachment wp-att-113\" href=\"http:\/\/500web.de\/der-fiat-500-d-%e2%80%93-endlich-ausgereift\/d_heck1\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-113\" style=\"margin: 5px;\" title=\"d_heck1\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/d_heck1.jpg\" alt=\"Fiat 500 D 1962\" width=\"240\" height=\"180\" \/><\/a>Schon die letzten \u201eN\u201c-Modelle hatten sich Ende 1959\/Anfang 1960 stark ver\u00e4ndert. Die Bel\u00fcftungsschlitze an der Front waren mit Einf\u00fchrung der Kurbelfenster, die von den Kunden \u00fcberwiegend gew\u00fcnscht wurden, \u00fcberfl\u00fcssig geworden. Stattdessen zierten nun Blinker, au\u00dferhalb Deutschlands auch Standlichter, in einem runden Geh\u00e4use mit Aluminiumsockel die Front, was dem 500er \u00e4u\u00dferst gut zu Gesicht stand. Vor allem die deplaziert wirkenden tropfenf\u00f6rmigen Blinker, die auch an Fiat-LKW verbaut waren, wichen zierlichen runden Seitenblinkern. Dadurch wurde der Erscheinung des 500er etwas grimmiges genommen; stattdessen wirkte der kleine Wagen nun richtig freundlich. Die anfangs vollst\u00e4ndig rot eingef\u00e4rbten R\u00fcckleuchten wurden vergr\u00f6\u00dfert und hatten nun gelbe Blinkergl\u00e4ser. Nun waren in die R\u00fccklichtgl\u00e4ser auch den deutschen Vorschriften entsprechende R\u00fcckstrahler integriert, so dass nun endlich die Notl\u00f6sung der unten an die Karosserieecken geschraubten runden Katzenaugen der Vergangenheit angeh\u00f6rten.<\/p>\n<p>Diese zahlreichen Detailver\u00e4nderungen wollte man nun auch im Hause Fiat nach au\u00dfen tragen. Was lag da n\u00e4her, als eine neue Modellbezeichnung einzuf\u00fchren? Es wurde die alte von den Topolinos hergebrachte Z\u00e4hlweise wieder aufgegriffen. Nach Fiat 500 A,B und C, dem Nuova \u201eN\u201c, gab es nun logischerweise den \u201eD\u201c, der ein Jahr nach der tiefgreifenden Modellpflege lanciert wurde. Mit dem D-Modell wurde der 500er nun von einer Woge des Erfolgs getragen, so dass schon vier Jahre sp\u00e4ter, 1965, fast eine Million Autos die Werke Turins verlassen hatten, waren es in den ersten vier Jahren gerade mal knapp 200.000 Fahrzeuge gewesen. Ganz wie ein \u201eGro\u00dfer\u201c hatte der D nun auch endlich einen Aschenbecher und eine Fernlichtkontrollleuchte. Auch die Unterkante des Armaturenbretts war mit einer Knieschutzleiste nun gepolstert. Der leicht gestiegenen Motorleistung wurde der Anzeigebereich des Tachometers von 100 auf 110 km\/h angepasst. Die billig wirkenden, d\u00fcnnen Plastiksonnenblenden waren inzwischen einer gepolsterten Ausf\u00fchrung gewichen. Von den sp\u00e4teren N-Modellen hatte der D bereits die Heizungsanlage mit gr\u00f6\u00dfer dimensionierten Rohrdurchmessern \u00fcbernommen.<\/p>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-114\" href=\"http:\/\/500web.de\/der-fiat-500-d-%e2%80%93-endlich-ausgereift\/emblem_d_luxus1\/\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-114\" style=\"margin: 5px;\" title=\"emblem_d_luxus1\" src=\"http:\/\/500web.de\/wiki\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/emblem_d_luxus1.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"180\" \/><\/a><\/p>\n<p>Auf dem deutschen Markt hie\u00df der \u201eD\u201c immer Fiat 500 Luxus, was er durch einen bereits vom Vorg\u00e4nger bekannten Schriftzug unter Beweis stellte. Diese Ausf\u00fchrung gab es nur auf dem deutschen Markt. Ebenso wie die verchromten Stahlblechradkappen, die mit einer ebenfalls verchromten Schraube und einer rot eloxierten Aluminiumunterlegscheibe befestigt waren. Auf dem heimischen Markt in Italien sowie auf zahlreichen anderen Exportm\u00e4rkten sah man schon die sp\u00e4ter beim F-Modell dominierenden Radkappen mit der Form von Chinesenh\u00fcten, allerdings aus Aluminiumblech. Sp\u00e4ter waren sie aus Edelstahl.<\/p>\n<p>Auch am Motor war die Zeit nicht spurlos vor\u00fcbergegangen. F\u00fcr verbesserten Luftdurchsatz hatte man ein gr\u00f6\u00dferes Luftfiltergeh\u00e4use entworfen, das vor allem nun nicht mehr f\u00fcr Wartungsarbeiten abgeschraubt zu werden brauchte, sondern durch praktische Blechklipse gehalten wurde, die sich allerdings gerne auch mal selbstst\u00e4ndig machten.<\/p>\n<p>Anfangs bestand die hintere, stark verrippte Keilriemenscheibe vollst\u00e4ndig aus Aluminium. Insbesondere die Lauffl\u00e4che f\u00fcr den Keilriemen verschliss sehr schnell, so dass die Riemenscheibe von nun an aus Grauguss mit einem glattfl\u00e4chigen Deckel bestand, in den nach wie vor der Schleuder-\u00d6lfilter integriert war. Der Vergaser war bereits mit der ersten Ver\u00e4nderung zu einem 26er Querschnitt vergr\u00f6\u00dfert wurden. Neue und anders dimensionierte Bohrungen und D\u00fcsen sorgten f\u00fcr allm\u00e4hliche Leistungssteigerung, ebenso wie ver\u00e4nderte Steuerzeiten der Nockenwelle. Damit schwanken die offiziellen Leistungsangaben zwischen 15 und 16,5 PS. Immerhin trug der Tacho mit einem Skalenendwert von 110 km\/h der eventuellen Mehrleistung Rechnung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon die letzten \u201eN\u201c-Modelle hatten sich Ende 1959\/Anfang 1960 stark ver\u00e4ndert. Die Bel\u00fcftungsschlitze an der Front waren mit Einf\u00fchrung der Kurbelfenster, die von den Kunden \u00fcberwiegend gew\u00fcnscht wurden, \u00fcberfl\u00fcssig geworden. Stattdessen zierten nun Blinker, au\u00dferhalb Deutschlands auch Standlichter, in einem runden Geh\u00e4use mit Aluminiumsockel die Front, was dem 500er \u00e4u\u00dferst gut zu Gesicht stand. 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